Siehe auch:
http://www.optics.arizona.edu/jcwyant/Short_Courses/SIRA/4-MeasurementOfSurfaceQuality.pdf
http://astrosurf.com/tests/articles/defauts/defauts.htm
http://home.t-online.de/home/wolfgang.rohr/phaskont.htm
http://www.astro-foren.de/index.php?showtopic=637
http://rohr.aiax.de/lyotpraxis.htm
Der Lyot-
oder Phasenkontrast-Test zeigt in erster Linie die Feinstruktur einer
polierten Fläche, während
der Foucault-Test deren Topografie darstellt.
Beim Lyot-Test geht es im wesentlichen um die Rauhheit
einer Fläche und das bildaufhellende und
kontrastmindernde Streulicht, das über diese Rauhheit verursacht
wird. Davon muß "Streulicht" unterschieden
werden, das durch Zonen, Korrekturfehlern und abfallenden
Kanten entsteht und zu Unschärfen im Fokus
führt. Gemeint ist Streulicht, das über eine allgemein rauhe
Politur den Bildhintergrund aufhellt.
Zur Untersuchund dieses Effektes verwendet man in der Industrie
das
Nomarski-Mikroskop. Der Effekt dieser Meßtechnik entsteht
dadurch, daß im Fokus einer Auto-
kollimations-Anordnung das direkte Licht eines
Lichtspaltes mit dem indirekten Streulicht "verglichen"
wird, es an der Kante einer teildurchlässigen
Filter-Linie zu diesem kontrast-verstärkendem Effekt kommt.
Der Lyot-Test kann selbst einzelne Polierstriche
nachweisen bzw. die Art der Parabel-Retouche, er
kann bestimmte Herstellungstechniken bei Schmidtplatten
sichtbar machen und erlaubt eine gute Begrün-
dung, warum manche "hoch"strehligen Fernrohre
in der Bildqualität zurückfallen. Weil
über den RMS-
Wert der Strehl ermittelt wird, und damit
über die Topografie der Fläche, hat der Strehl mit
deren Feinstruktur nichts zu tun, die mit
dem Lyot-Test in einem mittleren Bereich, mit dem
Nomarski-Mikroskop im Submillimeter-Bereich
gemessen wird.
Weitere Informationen dazu in: "Optical Shop Testing,
Second Edition, Daniel Malacara, S.305 ff),
"How to make a Telescope, Jean Texereau, Second
Edition, Willmann-Bell 1984, 87 ff),
"Star Testing Astronomical Telescopes", Harald
Richard Suiter, Willmann-Bell 1994, S 248ff)
Im
Frühjahr 2000 wurde der Autor über nachfolgende französische
Website auf ein Meßverfa-
hren
aufmerksam, das sich als interessante Alternative anbot, zur Qualität
von optischen Syste-
men
fundiertere Aussagen machen zu können.
http://www.astrosurf.com/tests/test460/test460.htm#haut
Auch
in Frankreich wird dieses Phasenkontrast-Verfahren dazu benutzt (siehe
Texereau), zur
Glätte
bzw. Micro-Struktur von Newton-Spiegeln qualitative Aussagen zu machen,
aber auch
noch
den Bereich zu nennen, in dem diese Rauhheit eine Rolle spielt. Die Website
enthält das
Beispiel
eines 460 mm Newton-Spiegels, der vor der Nachbearbeitung hinsichtlich
der Fläche
von
einem Amateur hergestellt worden war, der beispielsweise bei diesem Spiegel
eine deut-
lich
abgesunkene Kante mit einem Haltering kaschiert hatte, und auch dem Autor
einen Spie-
gel
über eine Retouche regelrecht ruiniert hatte. Während der Nachweis
solcher Flächen-
Sünden
mit dem Foucault-Test nur bedingt möglich ist, und schon gar nicht
mit dem
Interferometer,
kann man mit diesem so genannten PhasenKontrast-Verfahren mit erheblich
höherer
Deutlichkeit den Nachweis führen. Der Lyot-Test zeigt
-
die Topografie, wie sie unter Foucault zu erkennen ist, aber zusätzlich
-
die Feinstruktur der Fläche selbst in überdimensionierter Deutlichkeit
-
die Art der Politur bei einer Parabel-Retouche, sodaß man Spiegel
dem Hersteller
zuordnen kann
-
die Technik der Schmidtplatten-Herstellung im Ansaug-Verfahren
-
die Zonen-Politur bzw. die verwendeten Polierer und schließlich auch
sehr deutlich
-
den Farblängsfehler
Der
Lyot-Test gibt also eine umfangreiche Information über Herstellung
und Zustand einer Optik.
Eine
Quantifizierung
ist nach meiner Auffassung noch nicht überzeugend darstellbar. Auch
eine
mit
Verve betriebene theoretische Diskussion geht am praktischen Nutzen dieses
Testverfahrens
vorbei.
Wir
benutzen dreierlei Phasenkontrast-Filterlinien:
-
einen SW-Negativ-Film, den 2415 TP SW-Film von Kodak, und dem Beispiel,
wie es auf nach
folgender französischer Website beschrieben ist, übrigens auch
auf meiner Homepage
http://rohr.aiax.de/HP/phaskont.htm
(mit einer unscharfen Kante)
-
oder einem Phasenkontrast-Plättchen aus Glas, das einen dünnen
0.15 mm Alu-Strich trägt
mit einer Dichte so um 2.18 und mit einer scharfen Kante. Wir variieren
noch die Parameter
und optimieren sie.
-
auch eine auf Glas aufgebrachte 0.1 mm teildurchlässige Linie aus
Kerzenruß erzeugt diesen
Effekt.
http://www.astrosurf.com/tests/contrast/contrast.htm#haut
Auf
dieser Website wird auch das Prinzip erklärt, das ich in Kurzform
von der Strahlen-Optik
her
erklären möchte: Das Bild der französischen Website bitte
zugleich betrachten:
Ein
Spiegel wird von einem Lichtstrahl in einem Punkt angeleuchtet. Von diesem
Punkt der
Spiegeloberfläche
geht ein Lichtstrahl aus in Richtung Beobachter, Auge, Kamera etc. Das
ist
das direkte Licht, das eine bestimmte Helligkeit hat. Wenn die Spiegelfläche
absolut glatt
wäre
bis in die Atom-Schicht, würde das gesamte Licht ohne Streulicht beim
Beobachter
landen.
Nun streut aber die Fläche, auf die der ursprüngliche Lichtstrahl
fiel, und ein bestim-
mter
Teil dieses Lichtstrahles wird in einem Kegel gestreut, gerade so, wie
wenn ein Licht-
strahl
auf eine ebene Fläche mit Glas-Gries fallen würde, auch da sorgt
die Rauhheit für
eine
Streuung. Nun ist aber zwischen dem hellen reflektierten Strahl und dem
Streulicht
ein
enormer Helligkeits-Unterschied. Man muß also das "direkte" Licht
dämpfen, um es mit
dem
"indirekten" Licht vergleichen zu können. Möglicherweise ist
nun der Winkel zwischen
direktem
und indirektem Lichtstrahl der Grund, warum sich die Phasen der Lichtwelle
addie-
ren
und damit den Kontrast verstärken.
01
Foucault zeigt nicht alles
Ein
hochwertiger 15-Zoll Newton-Spiegel aus USA zeigt im Foucault-Test eine
fast störungsfreie
Fläche.
Keine Zonen, topfeben, die leichten Schatten sind Reste der Dejustage vom
Meßaufbau,
Newtonspiegel
reagieren sofort mit Koma, wie sich am Interferogramm nachweisen läßt.
Jeder,
der
diesen Spiegel benutzt, kann sich glücklich schätzen, ein Spiegel,
der an den Planeten
höchste
Kontraste entwickelt. Fast entwickelt,
...
wenn er noch die Glätte von Amateur-Spiegeln hätte. Und genau
die sieht man noch nicht.
Mein
Markenzeichen
Trotzdem
hat dieser herrliche Spiegel noch eine Struktur. Der Bogen bei 12.00 Uhr
ist ein kaum
wahrnehmbarer
Kratzer auf meinem Kollimations-Planspiegel, der im übrigen außerordentlich
glatt
ist,
wie ich verständlicherweise in eigenen Untersuchungen nachgewiesen
habe. Diese Rauhheits-
Struktur
sieht man, wenn man das Licht meines Lichtspaltes, wie er weiter unten
gezeigt wird,
durch
die Optik schickt und auf den ca. 0.1 mm dicken Strich des Filmnegativs
projiziert, der eine
Dichte
von ca. 2.0 hat.
03
Die Dichte erhöhen
Wenn
man die Dichte der dünnen Linie erhöht, nimmt auch der Kontrast
zu, und man sieht die
Flächen-Struktur
noch deutlicher. Es ist also ein Spiel mit dem Licht, der Spaltbreite und
der
Linien-Dichte
und ein bißchen auch mit der unscharfen Kante dieser Linie.
Auch
dieser Spiegel schaut unter dem Foucault-Test "Super" aus. Daß er
einen Astigmatismus-
Fehler
hat, wird in diesem Test noch nicht so deutlich.
Retouche
unter PhasenKontrast deutlich sichtbar.
Viel
exakter als es der Foucault-Test zeigen könnte, sieht man nun eine
recht glatte Grundstruk-
tur
der Fläche, also glatter eigentlich, als beim vorherigen Spiegel,
aber weitaus deutlicher die
Zone,
die Retouche der Zone und die Tatsache, daß sie in Dreiecken über
den Spiegeldurchmesser
ausgeführt
wurde, bzw. in tangentialen Strichen.
Reiner
PhasenKontrast zeigt glatte Fläche
Mit
dem PhasenKontrast-Glasplättchen verschwindet der Foucault-Effekt
und nur noch die Mikro-
Struktur
bleibt übrig. Spätestens daran sieht man dann, daß die
Grundpolitur sehr glatt war, bevor
sich
einer mit der Retouche zu "schaffen" machte.
Ein
ganz lausiges Beispiel
Es
gibt aber auch in Deutschland Hersteller, die für solche "hochwertigen"
Spiegel horrende Sum-
men
verlangen, weil der Kunde erst am Himmel merkt, daß mit der hochgepriesenen
Optik was
nicht
stimmen kann. Schon beim Foucault-Test werden die Zonen erschreckend deutlich
sichtbar.
Der
Wert der PhasenKontrast-Messung
wird
bei diesem Beispiel deutlich. Sehr viel exakter läßt sich über
diese Meßmethode sowohl die
Topografie
der Fläche, wie auch deren Feinstruktur sichtbar machen. Von der Feinstruktur
nicht
mal
so schlecht, von den Zonen her verheerend!
Am
Stern schaut die Angelegenheit
dann
so aus. Und das war der Grund, warum der "glückliche" Besitzer schon
ahnte, daß mit sei-
nem
Spiegel irgend etwas sein müßte. Zieht man also eine Zwischen-Bilanz,
dann läßt sich neben
den
üblichen quantitativen Werten wie PV und RMS der Wellenfront und dem
Strehl zwar eine
genaue
Aussage hinsichtlich der Topografie bzw. des Öffnungsfehlers machen,
(auch beim ZYGO
nicht
anders), hinsichtlich der Flächenglattheit jedoch, die für hohen
Kontrast zuständig ist, muß
die
Interferometrie passen, da ist selbst der Ronchi-Gitter-Test genauer, wenn
man ihn richtig
lesen
kann. Damit kann der Streit, ob man mit
dem normalen Interferometer Mikro-Rauheit
sehen
könne, als erledigt betrachtet werden.
Speichen
auf der Schmittplatte ?
Die
lupenreinen Theoretiker störten sich auf dem anderen Board an der
Tatsache, daß ich mit
diesem
Test recht unbekümmert auch durch Mehrflächen-Systeme "marschiert"
bin. Es ist eigent-
lich
schon ein Frevel, den Newton-Spiegel über einen Kollimations-Spiegel
auf Rauhheit zu unter-
suchen.
Da könnte ja mein Kollimations-Planspiegel mit 1:2 in das Meßergebnis
eingehen, und
dieses
verfälschen, weshalb solche Messungen allenfalls aus dem Krümmungsmittelpunkt
der Para-
bel
möglich sein sollten, und sich alle übrigen Mehrflächen-Systeme
einer Untersuchung ver-
schließen
sollten. Warum aber der Foucault-Test, der Ronchi-Gitter-Test, der Interferometer-
Test
durch Mehrflächen-System "durch darf", bei den Rauhheits-Messungen
plötzlich aber nicht,
obwohl
der noch stark die Züge eines Foucault-Tests trägt, konnten mir
die Vertreter der reinen
Lehre
nicht beantworten. Unabhängig von dieser Theorie-Diskussion sind die
Ergebnisse trotzdem
hochinteressant.
Es muß also genauer untersucht werden, aus welcher der Flächen
eines SC-
Systems
diese merkwürdige Speichenstruktur kommen könnte, die bereits
am Stern und am
Foucault-Test
erkennbar wird.
das
PhasenKontrast Bild
als Auflösung
des Rätsels könnte man die Verstärker-Rippen dafür
verantwortlich machen.
Vermutlich
sind es aber trotzdem die Ansaug-Schlitze, die bei der patentierten Herstellung
von
Schmidtplatten eine Rolle spielen.
12
Der Intererfometer zeigt es ebenfalls
Wie
hoch diese Speichen als "Stege" sein müssen, zeigt der Interferometer
bei der Astigmatismus-
Prüfung.
Die Speichen sind als "Spitzen" eindeutig zu erkennen, und liegen sicherlich
unweit von
L/10
PV wave. Also bereits erheblich über der üblichen Rauhheit bis
zu 30 nm. Natürlich steht die
Diskussion
aus, wie tauglich das Gerät für die Fotografie und für die
Planeten-Beobachtung ist,
aber
auffällig ist dieses Merkmal allemal und mit der PhasenKontrast-Methode
gut darstellbar.
13.
Perfekt in jeder Hinsicht ein Maksutov System
Perfekt
in jeder Hinsicht mit einem Strehl von 0.99 erwies sich ein Newton-Maksutov.
Da gibt es
keinen
Unterschied mehr zwischen Foucault ...
14
und PhasenKontrast.
Hier
haben beide Tests ihre Grenzen, was Händler wie stolzer Besitzer gleichermaßen
freut. Mich
übrigens
auch!
15
Bei 532 nm gemessen mit ganz leichter Koma
Bei
532 nm gemessen, statt der üblichen 632.8 nm, und trotzdem noch einen
Strehl von 0.99 be-
deutet,
es mit einer perfekten Optik zu tun zu haben. Dem stolzen Besitzer riet
ich damals, das
Gerät
nie mehr zu verkaufen. Das war aber vergebens. Weil der Sternfreund nichts
für Maksutovs
übrig
hat, wählte er stattdessen einen Refraktor. Hoffentlich ist er damit
glücklicher.
16
Wozu der Ronchi-Test auch gut ist
Interessanterweise
läßt sich die Flächenrauhheit auch über Ronchi-Gramme
darstellen. Bei einer
sehr
glatten Fläche, wie die von Kurt Schreckling und Stathis Kafalis,
haben die hellen Ronchi-
Linien
eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne jede Störung, und saubere
störungsfreie Kanten und
Beugungs-Linien.
Auch bei diesem Maksutov-Beispiel läßt sich dies verdeutlichen.
Sehr viel unru-
higer
hingegen sind oft die Ronchi-Linien bei dem vorher genannten Beispiel.
17
Dazu passend auch das Interferogramm des Herstellers
...
dessen Linien ganz bestimmt nicht die Mikro-Rauhheit darstellen können,
sonst würden die
Bilder
vorher ganz anders aussehen. Also ist eine sorgfältige Unterscheidung
zwischen der Inter-
ferometer-Messung
der Phasen-Kontrast-Messung sicher sinnvoll.
18
Der 12-Zoll Newton
von
Stathis Kafalis unter Foucault - ein Traum
19
unter PhasenKontrast nahezu gleich aber noch deutlicher
20
Der eine PhasenKontrast-Test fast ohne Struktur
21
Die Messung am Spalt
Die
letzte Rettung, wenn ich ganz genau wissen will, was eine Optik kann, dann
frage ich nach
der
Abbildung meines Lichtspaltes, den ich mittlerweile ganz genau kenne und
vermessen habe.
Je
kontrastreicher ich die bekannten Strukturen erkennen kann, umso besser
die Optik. Da passiert
es
beispielsweise, daß ich meinen LOMO-Spiegel 380/1900 untersuche.
Der sollte allererste Sahne
sein
- isser auch. Um die Meßanordnung ist ein Styropor-Haus "gebaut",
damit die Luft steht.
Tubus-Seeing
kennt jeder, macht auch das Bild kaputt. Nachdem sich die Luft im "Kanal"
beruhig
hat,
habe ich also eine sehr gute Spalt-Abbildung.
Weil
ich kurz eine der Styropor-Platten heben muß, entsteht eine Verwirbelung,
die für die nächs-
ten
Minuten das "scharfe" Vergnügen empfindlich stört. Den gleichen
Vorgang kann man bei SC-
Systemen
beobachten, die man senkrecht auskühlen sollte. Auch diese Systeme
sind erst nach
einer
entsprechenden Auskühlzeit bereit, ihre volle Leistung zu zeigen.
Einem Maksutov geht es
nicht
anders.
22
Spalt unter dem Mikroskop
Trotzdem
weiß ich genau, wie mein Spalt im unteren Teil aussieht und kann
damit sehr
exakt
die Definition von optischen Systemen untersuchen. Und genau nach diesen
Struk-
turen
suche ich, beim Prüfen einer Optik. Hierbei entsteht das Bedürfnis,
zu einer quantita-
tiven
Aussage dieses visuellen Tests zu kommen. Eine Kombination zwischen
dem Lyot-
und
dem Spalt-Test klärt vielfach die Ursachen der schlechten Abbildungs-Qualität.
Beispiel
Spiegel aus Russland
Ein
anderer 12-Zoll Spiegel mit deutlichen "Kratz-Spuren", der aber nach Auskunft
des
Besitzers
ein sehr kontrastreiches Bild abliefern soll. (?)
Eine
bekannte Frauenhofer Marke
Ein
SC-System mit einer Schmittplatte aus Floatglas?
Merkwürdig
die linearen Strukturen über die ganze Fläche, als ob man bei
der Schmittplatte
Float-Glas
verwendet hätte und nur eine Seite davon bearbeitet hätte.
Ein
300-Kugelspiegel aus dem Krümmungsmittelpunkt
und
zugleich eine Möglichkeit, Planflächen auf Glattheit im doppelten
Durchgang zu unter-
suchen.
Mit diesem Bericht dürfte der Wert der PhasenKontrast-Messung in Kombination
mit
dem Foucault-Test deutlich geworden sein. In einer erheblich deutlicheren
kontrast-
reicheren
Weise lassen sich mit diesem spezifischen Test optische Systeme untersuchen
und
vergleichen, weil bestimmte Merkmale bereits in anderen Tests erkennbar
sind, nur
auf
andere Art, und oft nicht so eindeutig und klar und sollte so manchen Bedenken-
träger
eigentlich überzeugen, zumal dieser Test schon seit langem eingehend
in der Liter-
atur
beschrieben ist.
Siehe
auch hier die Literatur-Sammlung: http://www.astro-foren.de/index.php?showtopic=637
Mit
diesem Bericht ist die "Höhe" der Mikrostruktur bzw. eine Quantifizierung
der Flächen-
rauhheit
in keiner Weise beantwortet. Die Strehl-Lösung
führt nicht zum Ziel. Auch
wird
deutlich, daß die Interferometer-Messung herkömmlicher Art ihre
Grenze hat.
Noch
ein paar Literatur-Angaben in Englisch/Französisch:
People
who are interested in phase contrast may want to consult the following
articles and books:
Zernicke,
F., "Diffraction Theory of the Knife-Edge Test and Its Improved Form, the
Phase-Contrast
Method."
Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, Vol. 94 No. 5, March
1934, pp. 377-384.
This
article announced Prof. Dr. Frits Zernicke's discovery of the phase contrast
principle, for which he
eventually
received the Nobel Prize.
Burch,
C.R., "On the Phase-Contrast Test of F. Zernicke." Monthly Notices of the
Royal Astronomical
Society,
Vol. 94 No. 5, March 1934, pp. 384-399. This article presents the first
phase contrast photo
that
was ever published of an astronomical telescope mirror. From these and
other articles published
in
the 1930s, we can see that the phase contrast test method has been known
and used for 70 years.
Lyot,
B., "Procedes Permettant d'Etudier les Irregularities d'une Surface Optique
Bien Polie" (A Method
Permitting
the Study of the Irregularities of a Well-Polished Optical Surface). Meeting
of April 1, 1946,
Comptes
Rendus d L'Academic des Sciences, Paris. Vol. 222, pp. 765-768. This is
Lyot's first publication
concerning
phase contrast. He is very careful to acknowledge Zernicke's prior work
in the 1930's con-
cerning
this method.
Texereau,
J., "Les Principaux Defauts Reels des Surfaces Optiques Engendrees par
Differentes
Techniques
de Polissage" (The Principle Defects of Optical Surfaces Produced by Different
Methods of
Polishing).
Bulletin "Ciel et Terre," Societe Belge d'Astronomie (Bruxelles), LXVIe
Annee, No. 3-4, March-
April
1950. This article presents Texereau's version of a quantitative phase
contrast test with a photo-
metric
wedge as performed half a century ago. This article can be downloaded from
the Astrosurf web
site.
Texereau's work has been a valuable source of ideas. However, I believe
that his original methods
will
require modification and updating for use by today's opticians
Francon,
M., Le Contraste de Phase en Optique et en Microscopie (Phase Contrast
in Optics and
Microscopy)
(Editions de la Revue d'Optique Theorique et Instrumental, 165 Rue de Sevres,
Paris,
1950).
I must caution the reader that parts of this book are highly mathematical.
Chapter 4 is entitled
"Application
du Contraste de Phase a l'Etude des Defauts de Poli et d'Homogeneite" (Application
of
Phase
Contrast to the Study of Defects in Polish and Homogeneity (of Glass)."
In this chapter , Plate 6
shows
two very beautiful phase contrast images of the glass surface of an astronomical
mirror.
Francon,
M. (Editor). Contraste de Phase et Contraste par Interference, 15-21 Mai
1951 (Phase Contrast
and
Contrast by Interference, Conference of 15-21 May, 1951). Colloques de
la Commission Internationale
d'Optique,
Editions de la Revue Optique Theorique et Instrumentale, 165 Rue de Sevres,
Paris, 1952.
This
261-page record of an international phase contrast conference contains
many interesting articles in
both
French and English.
Wolfgang
Rohr |