Vom norddeutschen Oldenburg aus trat ein Zahnarztstul eine 1200 km lange
Reise an,
zum 14. Internationalen Teleskoptreffen 98, das vom 25. - 27. September
auf der Em-
berger
Alm in Kärnten stattfand. Auf einen Autoanhänger
montiert, siehe das Foto,
erntete er das rege Interesse vieler Teilnehmer. Gar mancher unterzog
sich hier einer
nächtlichen, natürlich schmerzlosen Behandlung, nach dem
Motto: " ... er hat überhaupt
nicht gebohrt!" Nächtlicherseits waren diesmal nahezu 400 Sternfreunde
auf den Beinen,
und hangelten sich von Rohr zu Rohr, der Autor hauptsächlich,
um die optische Qualität
so mancher Dobsons in Augenschein zu nehmen: Dabei wurde er bei
einem Sternfreund
regelrecht neidisch, als er das
Ringsystem des Saturn
bei 400-facher Vergrößerung in einer Klarheit beobachten
konnte, das den bekannten Auf-
nahmen
vom HST und anderen Großteleskopen in nichts nachstand.
Durch die Cassini-Tei-
lung konnte man klar auf den Planetenkörper hindurchsehen, ein
überwältigender Anblick.


Dieses Teleskop-Treffen zeigte besonders viele
Selbstbaugeräte, wie beispielsweise den Dobson,
den
der Verfasser mit dem ITT-Organisator Wolfgang Ransburg gerade in Augenschein
nimmt und akrie-
bisch fotografiert, weil er sich demnächst ebenfalls ein solches
Gerät herstellen will. Einen besonderen
Einfluß auf diese Beweguing hatte der Konditor-Meister Hans Rohr
mit seinem Buch: "Das Fernrohr
für Jedermann", das Generationen von Spiegelschleifern hervorgebracht
hat. Auch der Autor hat nicht
nur der Namensverwandtschaft wegen so manche Optik selbst hergestellt.
Man gerät auf diesem ITT
unversehens an Sternfreunde mit enormen Fachwissen
auf sehr unterschiedlichen Gebieten: An den
Optik-Rechner ebenso wie an den Werkstattleiter einer großen
Schweizer Optik-Firma, an eine größere
Zahl von namhaften
Astro-Händlern, die auch auf der homepage zu finden
sind, an die "alten Hasen",
die sich nicht zu schade sind, auch auf nicht so selbstbewußt
vorgetragene Fragen der Anfänger eine
ruhige und geduldige Antwort zu geben.
Ein Kurz-Urlaub
war dieses Teleskop-Treffen auch für den Sternfreund Michael Deyerler,
der sich gerade mit einem
Frühstück von den nächtlichen "Strapazen" erholt und
in der Folge mit dem Autor einen fruchtbaren
Dialog über die Feinheiten des Caustic-Testes geführt hat.
Das ITT entwickelt eine Eigendynamik,

ITT 99 vom 20. - 12. September
99, das Wolfgang Ransburg,
Wasserburger Landstr. 18A, D
- 81 825 München
mit der Tel/Fax: 089 / 42 55
31 organisiert.