| Wenn zwei sich herzlich lieben ...
Das ITT 2003 wird als eines der gelungensten Teleskop-Treffen
in die Annalen der Hobby-Astronomie
eingehen. Kärnten und besonders die Emberger
Alm auf 2000 Meter über Normal-Null ist ohnehin eine
der ersten Adressen für dieses Hobby.
So trifft sich europaweit alljährlich im späten September die
AstroSzene mit allen Kapazitäten und Experten
dort, um sich entweder die Nächte bis früh um vier
Uhr um die Ohren zu schlagen, wie es diesmal
bei traumhaftem Wetter der Fall war, oder zum Kontakt-
Plausch, um die virulenten Projekte zu diskutieren
bzw. vorwärts zu bringen. Der Reporter dieses
Berichtes hat sich seit vielen Jahren als Qualitäts-Prüfer
der Teleskope eingeführt und hatte auch dies-
mal jede Menge Zuspruch über die Justage
der SC's mit nachfolgendem Interferogramm oder diesmal,
als es um den versteckten Muschelbruch eines
Spiegels bestellt ist.
Und weil die Szene überaus differenziert
strukturiert ist, besonders wenn man über diverse Hintergrund-
informationen verfügt, dann läßt
das folgende Bild jede Menge an Interpretationen zu:
- Markus rauft mit Wolfi um Coronado-Geschäfts-Anteile
- Markus reklamiert bei Wolfi gerade einen INTES-Spiegel
oder umgekehrt
- Markus betreibt Betriebs-Spionage, weil Wolfis
Bauchladen größeren Zuspruch hat
- Markus zeigt Wolfi die Zähne, obwohl er
weiß, daß sich Streiten nicht lohnt.
- Markus und Wolfi verbrüdern sich gerade
gegen den Rest der Händler-Zunft
Dieses Bild ist in jede Richtung hin interpretierbar,
vielleicht gibt es ja noch einige Antworten dazu.
Ein Klavier, ein Klavier, Großmutter wir
danken dir dafür ...
Die "Dreharbeiten" für dieses Foto dauerten
etwas länger. Es dürfte die 5. oder 6. Einstellung gewesen
sein, die Martin Birkmeier bei der Präsentation
seines neuen Feldstechers über sich ergehen lassen
mußte - sehr zur Belustigung aller Umstehenden,
die sich an den Sketch von Viktor von Bülow alias
Loriot erinnert sahen. Damit wäre bereits
der dritte namhafte Händler ins Gespräch gebracht.
Ein äußerst ansprechendes Magazin für
die Hobby-Astronomie
stellt Interstellarum dar, das auch der Autor
sehr gerne liest. Dieser Stand sollte also unbedingt positiv
gewürdigt werden. Natürlich gibt es
in der Szene auch die üblichen Kritikaster, die es überhaupt
nicht
verzeihen können, wenn ein Bericht
mal einen Fehler enthält. Lieber verurteilen sie dann den ge-
samten Bericht in Bausch und Bogen.
... der Mann, der die Telekope zum Laufen bringt
!
ist Michael Koch, der AstroElektroniker und seine
Teleskop-Steuerungen. Mittlerweile so bekannt, daß
ihm die Übersicht über seine Kunden
abhanden gekommen ist, wie ich feststellen konnte.
Sitz-Komfort beim "Spechteln"
Was macht man mit einem alten Auto, dessen Liegesitze
ihre Schuldigkeit getan haben? Wenn dann
auch noch der Kinderwagen-Untersatz nicht mehr
gebraucht wird? Dann sind beide Teile immer noch
für einen bequemen Astro-Roll-Stuhl zu gebrauchen,
mit dem man sich in die günstigte Position rollen
kann. Auf der Kreativa in Dortmund hätte
diese Idee reißenden Absatz gefunden. Ob die Idee schon
patentiert ist? Sollte sich nicht Martin dafür
interessieren ?
Ein Bino für den Tag
Der Doppelrefraktor ist ein Eigenbau, handwerklich
allererste Sahne, als Feinmechaniker weiß ich, wo-
von ich rede. Nun hat der gute Sternfreund das
Bino-Problem lediglich durch unterschiedlich langes
Abknicken des Strahlenganges gelöst
- und den Augenabstand? Durch den Höhenversatz beider
Refraktoren läßt sich auch dieses
Problem einfach lösen ! Ich war begeistert!
Ein Bino für die Nacht
Mit mehr Licht kann dieser Doppeldobson rechnen.
Saturn-Beobachtungen gegen 4:00 Uhr beein-
druckten selbst alte Optik-Hasen, wie den
Alois.
Die Mannschaft um AstroTreff
als Flachland-Tiroler von der Waterkant mußte
Matthias Rückemann gar 1200 von Hamburg bis zur
Alm zurücklegen. Obwohl der Berichterstatter
ebenfalls ein AstroTreff-T-Shirt sein eigen nennt, hat
er es auf die Emberger Alm wohlweislich nicht
mitgenommen, und zwar nicht nur der Kälte wegen in
der Nacht. Aber vielleicht sind die Dissonanzen
ja mittlerweile ausgeräumt. Mal seh'n!
Fernrohre, soweit das Auge blickt
Das ITT auf der Alm ist ja hinlänglich bekannt.
Es platzt zwar nicht aus den Nähten, wie das ITV,
dafür ist es sehr familiär, besonders
auch durch den Umstand, weil die Mannschaft um den Almwirt,
also der Thomas, die Gerti, die Angelika und
alle übrigen dienstbaren Geister eine Geschwindigkeit
an den Tag legen, wenn es um die leiblichen Bedürfnisse
der Sternfreunde geht. Selbst für eine Sauna,
für ein Internet-Cafe ist gesorgt, ein Ritt
auf einem Ponny ist ebenso möglich, wie der Flug mit einem
Gleitschirm, das Freizeit-Angebot ist derart
reichhaltig, daß viele der Teilnehmer dieses Treffen für
einen längeren Urlaub nutzen - idealer
geht es nicht ! Diesmal hat auch das Wetter durch viele
herrliche Beobachtungs-Nächte mitgespielt,
es war ein Himmel, fast so tief und klar wie in der
Atacama-Wüste in Chile.
Wolfgang Rohr
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