(4.04) Bericht vom ITT 2003 in Kärnten auf der Emberger Alm Nähe Spittal
 Wenn zwei sich herzlich lieben ...

Das ITT 2003 wird als eines der gelungensten Teleskop-Treffen in die Annalen der Hobby-Astronomie
eingehen. Kärnten und besonders die Emberger Alm auf 2000 Meter über Normal-Null ist ohnehin eine
der ersten Adressen für dieses Hobby.  So trifft sich europaweit alljährlich im späten September die
AstroSzene mit allen Kapazitäten und Experten dort, um sich entweder die Nächte bis früh um vier
Uhr um die Ohren zu schlagen, wie es diesmal bei traumhaftem Wetter der Fall war, oder zum Kontakt-
Plausch, um die virulenten Projekte zu diskutieren bzw. vorwärts zu bringen. Der Reporter dieses
Berichtes hat sich seit vielen Jahren als Qualitäts-Prüfer der Teleskope eingeführt und hatte auch dies-
mal jede Menge Zuspruch über die Justage der SC's mit nachfolgendem Interferogramm oder diesmal,
als es um den versteckten Muschelbruch eines Spiegels bestellt ist. 

Und weil die Szene überaus differenziert strukturiert ist, besonders wenn man über diverse Hintergrund-
informationen verfügt, dann läßt das folgende Bild jede Menge an Interpretationen zu:

- Markus rauft mit Wolfi um Coronado-Geschäfts-Anteile
- Markus reklamiert bei Wolfi gerade einen INTES-Spiegel oder umgekehrt
- Markus betreibt Betriebs-Spionage, weil Wolfis Bauchladen größeren Zuspruch hat
- Markus zeigt Wolfi die Zähne, obwohl er weiß, daß sich Streiten nicht lohnt.
- Markus und Wolfi verbrüdern sich gerade gegen den Rest der Händler-Zunft
Dieses Bild ist in jede Richtung hin interpretierbar, vielleicht gibt es ja noch einige Antworten dazu.

Ein Klavier, ein Klavier, Großmutter wir danken dir dafür ...

Die "Dreharbeiten" für dieses Foto dauerten etwas länger. Es dürfte die 5. oder 6. Einstellung gewesen
sein, die Martin Birkmeier bei der Präsentation seines neuen Feldstechers über sich ergehen lassen 
mußte - sehr zur Belustigung aller Umstehenden, die sich an den Sketch von Viktor von Bülow alias
Loriot erinnert sahen. Damit wäre bereits der dritte namhafte Händler ins Gespräch gebracht.

Ein äußerst ansprechendes Magazin für die Hobby-Astronomie

stellt Interstellarum dar, das auch der Autor sehr gerne liest. Dieser Stand sollte also unbedingt positiv
gewürdigt werden. Natürlich gibt es in der Szene auch die üblichen Kritikaster, die es überhaupt nicht 
verzeihen können, wenn ein Bericht  mal einen Fehler enthält. Lieber verurteilen sie dann den ge-
samten Bericht in Bausch und Bogen.

... der Mann, der die Telekope zum Laufen bringt !

ist Michael Koch, der AstroElektroniker und seine Teleskop-Steuerungen. Mittlerweile so bekannt, daß
ihm die Übersicht über seine Kunden abhanden gekommen ist, wie ich feststellen konnte.

Sitz-Komfort beim "Spechteln"

Was macht man mit einem alten Auto, dessen Liegesitze ihre Schuldigkeit getan haben? Wenn dann
auch noch der Kinderwagen-Untersatz nicht mehr gebraucht wird? Dann sind beide Teile immer noch
für einen bequemen Astro-Roll-Stuhl zu gebrauchen, mit dem man sich in die günstigte Position rollen
kann. Auf der Kreativa in Dortmund hätte diese Idee reißenden Absatz gefunden. Ob die Idee schon
patentiert ist? Sollte sich nicht Martin dafür interessieren ?

Ein  Bino für den Tag

Der Doppelrefraktor ist ein Eigenbau, handwerklich allererste Sahne, als Feinmechaniker weiß ich, wo-
von ich rede. Nun hat der gute Sternfreund das Bino-Problem lediglich durch unterschiedlich langes
Abknicken des Strahlenganges gelöst  -  und den Augenabstand? Durch den Höhenversatz beider
Refraktoren läßt sich auch dieses Problem einfach lösen !  Ich war begeistert!

Ein Bino für die Nacht

Mit mehr Licht kann dieser Doppeldobson rechnen. Saturn-Beobachtungen gegen 4:00 Uhr beein-
druckten selbst  alte Optik-Hasen, wie den Alois. 

Die Mannschaft um AstroTreff 

als Flachland-Tiroler von der Waterkant mußte Matthias Rückemann gar 1200 von Hamburg bis zur
Alm zurücklegen. Obwohl der Berichterstatter ebenfalls ein AstroTreff-T-Shirt sein eigen nennt, hat
er es auf die Emberger Alm wohlweislich nicht mitgenommen, und zwar nicht nur der Kälte wegen in
der Nacht. Aber vielleicht sind die Dissonanzen ja mittlerweile ausgeräumt. Mal seh'n!

Fernrohre, soweit das Auge blickt

Das ITT auf der Alm ist ja hinlänglich bekannt. Es platzt zwar nicht  aus den Nähten, wie das ITV,
dafür ist es sehr familiär, besonders auch durch den Umstand, weil die Mannschaft um den Almwirt,
also der Thomas, die Gerti, die Angelika und alle übrigen dienstbaren Geister eine Geschwindigkeit
an den Tag legen, wenn es um die leiblichen Bedürfnisse der Sternfreunde geht. Selbst für eine Sauna,
für ein Internet-Cafe ist gesorgt, ein Ritt auf einem Ponny ist ebenso möglich, wie der Flug mit einem
Gleitschirm, das Freizeit-Angebot ist derart reichhaltig, daß viele der Teilnehmer dieses Treffen für
einen längeren Urlaub nutzen  - idealer geht es nicht ! Diesmal hat auch das Wetter durch viele
herrliche Beobachtungs-Nächte mitgespielt, es war ein Himmel, fast so tief und klar wie in der
Atacama-Wüste in Chile.

Wolfgang Rohr
 
 
 
 
 


 
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