Artificial Sky

Zur Interpretation dieses Tests siehe auch:

Jeder kennt das Problem: Da hat man hochwertigste Optiken im Keller, und es ist ein Jammer, das Wetter spielt nicht mit oder der Standort, oder beides. Und im Keller wäre ein total gutes Seeing, bei stehender Luft, konstanten 20° Raumtemperatur durch entsprechende Isolation, und zusätzlich einen "APO" in Form einer Lambda/8 PV Wellenfront Sphäre mit den Daten: 250/2363 mm. Also absolut farbrein - welcher APO erfüllt diese hohen Ansprüche. Und ein solches Vergleichsmittel zeigt mindestens vier Dinge sehr schön: Das Streulicht, die Farbe, die Zentrierung und die Auflösung. Diese erste "Aufnahme" entstand über das HCQ 115/1000, die Beugungs-Ringe wurden ein wenig retouchiert und die Farben umgekehrt, beim Ausdruck hätte ich sonst ein schwarzes Blatt.

artifSky01

Objekt A hat zum einen ein leicht erkennbares Dreier-System mit 10µ und 8µ Abstand. Die Scheibchengrößen variieren von 1µ bis 4µ. Streulicht erkennt man sofort, Farbsäume wie bei Achromaten, und Zentrierfehler dadurch, dass die Farben coma-artig nach einer Richtung abdriften. Die Abstände sind mit dem Mikroskop vermessen.

artifSky03

Ein paar Beispiele:

artifSky01-objektA

artifSky01-objektB

artifSky01-objektC

artifSky02

Der Artificial Sky an einem der neuen GSO-Spiegel 400/1800:

@artSky

Die theoretische Auflösung wäre rein rechnerisch erreicht: 5µ trennt der Spiegel noch ohne Probleme, bei 3µ erscheint der "Doppelstern" als längliches Band, das aber in Wirklichkeit zwei Einzelsterne sind. Über einen hochgezogenen Rand bringt dieser Spiegel etwas Streulicht ins Spiel, Astigmatismus hat er wirklich nur marginal. Die Politur entspricht der üblichen GSO-Technik.

@artSky_GSO_Test

Sinn und Zweck dieses Artificial Sky's ist auch die Überprüfung der theoretisch möglichen Auflösung und die Definition von 0.5 µ großem künstlichen Sternen (Pinholes) als weiteres Testobjekt.

@artSky_GSO_Auswertung

Wolfgang Rohr