Interferogramme auswerten mit  fringeXP
Auf astronomie.de findet derzeit eine Diskussion um das Shareware-Programm "fringeXP.exe" statt,
das man auch von hier aus herunterladen kann:    (siehe auch: Mit FringeXP und ohne Planspiegel testen)

Download: fringeXP.exe 

Alle, die wissen möchten, wie das Programm funktioniert, finden in der Folge eine Kurz-Anleitung:

01. FringeXP.exe  downloaden in Verzeichnis und zusätzlich ein (Beispiel-Bild findet man hier)
02. Programm aus Verzeichnis starten
03. Menue   >File/Open Interferogramm anwählen und 640x480 Pixel  fringexp11.jpg  laden
04. Mit vier Maus-Klicks den Rand der Interferogramm-Scheibe markieren bei 18/15/12/09-Uhr
05. Find-Best-Fit-Ellipse-Button anwählen/bestätigen
06. Add/Remove Fringe Points-Button anwählen/klicken
07. Mittig mit Mausklick obersten "fringe" anklicken
08. "Auto TRace this Fringe" unten anwählen und zuschauen
09. Optional " Iterate Optimization" mehrmals anklicken
10. "Increment fringe Number" anwählen
Punkt 07.-10. geht auch manuell durch Einzel-Mausklick. Rechte Taste zum Löschen der Punkte.
11. Procedur 07. - 10. beim zweiten fringe wiederholen, bis alle fringes erledigt sind.

12. Menue   >file/Save Fringe Data  Ergebnis in fringexp11.frn sichern, auch später möglich
13. In "Fringe Spacing Waves" 0,5 wegen Messung in Ausokollimation (und dtsch. Tastatur-Einstellung)
     bei Kompensation oder Kugelspiegeln muß "1" eingegeben werden: Siehe auch Anhang!
14. "Calculate Zernikes" Button anwählen
15. Falls nicht deaktiviert "Coma" und "Astigmatismus" deaktivieren damit Ergebnis Koma-bereinigt
16. "Close"-Button klicken
17. "Mirror Analysis"-Button anwählen
18. Hinweisfenster bestätigen und Werte für Wavelenght/ RoC of Mirror / Diameter of Mirror eingeben
19. "Generate Contour Plot"-Button anwählen
20. Ergebnis studieren gegebenenfalls Fenster wieder schließen und bei Nr. 14 wieder beginnen durch
      Aktivieren von Coma und Astigmatismus bzw. der Einzelkomponenten.

"Fringe-Spacing-Wave"-Eingabe:

Man kann an der OberFläche/surface interessiert sein oder an der Wellenfront. 
Die Meßtechniker denken in Wellenfront, die Feinoptiker eher in surface. Vermutlich
geht dieses Programm von Wellenfront/wavefront aus, weil sich der Strehl naturgemäß
auf Wellenfront bezieht. Bei Interferogrammen aus dem Krümmungsmittelpunkt von 
Kugel oder kompensierter Parabel ist der Eingabe-Wert " 1 ",
bei Autokollimations-Anordnungen ist der Eingabe-Wert " 0,5 "

Der "Target-Conic-Constant"-Wert ist gewöhnlich " 0 ", weil alle Tests in der Regel
als Nulltest gedacht sind: 
- die Sphäre aus dem Krümmungsmittelpunkt,
- die mit Sphäre kompensierte Parabel
- die mit Planspiegel kompensierte Parabel in Autokollimations-Anordnung
Wenn die fringes nicht gerade zu Kreisen zusammenlaufen, dann sollte mit der "Target-Conic-
Constant" die Parabel aus dem Krümmungsmittelpunkt mit dem Eingabe-Wert " - 1 " berechen-
bar sein, allerdings mit einfacher Genauigkeit.

Eine genauere Beschreibung soll die Entdeckerfreuden des Benutzers nicht unnötig einschränken!
Jedoch ist Vorsicht geboten, da bereits die Trace-Routine eine Fehlerquote von ca. 1% Strehl
verursacht.
 

Wichtig: bei Interferogrammen, die autokollimationsbedingt in der Mitte ein "Loch" haben, müssen die Streifen "scheinbar" durchgezeichnet werden, da sonst ein falsches Ergebnis gerechnet wird.

Wolfgang Rohr


 
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