Seite erstellt am 20. 06. 2001
 
Phasen Kontrast Mess-Verfahren optischer Flächen
In einer Kombination aus Foucault- und Draht-Test ist es möglich, bei Newton Spiegeln feine Oberflächenstrukturen
zu erkennen, die weder mit dem Draht- noch mit dem Foucault-Test in dieser Deutlichkeit sichtbar werden. Selbst
einzelne durch zuviel Druck verursachte Polierstriche, wie nachfolgendes Beispiel zeigt, werden bei diesem Verfahren deutlich sichtbar. Das Grundprinzip dieses Verfahrens besteht darin, daß in einer Autokollimations-Anordnung gegen
einen Planspiegel ein Lichtspalt von 0.3 x 0.02 mm durch die Optik abgebildet wird auf einen transparenten Film-
Negativ-Streifen. (TP 2415) Dieser Negativfilm  hat eine schwarze ca. 0.1 mm dicke Linie, deren Kanten jedoch unscharf sind und die direkten Lichtstrahlen von der Optik abblendet. Über den unscharfen Rand entsteht offen-
sichtlich ein kontrastverstärkendes Phasen-shifting. Die Herstellung dieses Negativ-Streifens wird weiter unten be-
schrieben. Eine Beschreibung findet sich auch bei http://www.astrosurf.com/tests/test460/test460.htm#haut
ganze Serien
 Die 0.1 mm Linie unter dem Mikroskop!
 Ein erstes Zufalls-Beispiel fand ich bei der 
 Durchsicht tausender von Negativ-Filmen:
 mit dieser "unscharfen" Linie ließ sich der
 Kontrast erstaunlich steigern. Erste Negativ-
 Versuche mit einem Tamron-Zoom schlu-
 gen fehl: Die Kanten der 0.1 mm Linie war
 zu "scharf" und damit unbrauchbar.
  Mit einem 50 mm Fotoobjektiv, das einen deutlichen Farblängsfehler be-
  sitzt, wurden im Abstand von ca. 4 Meter ganze Serien von dieser Tafel 
  auf einen TP 2415 Negativ-Film  erstellt mit  Variation von Bildschärfe,
  Belichtungs-Zeit und der Negativ-Entwicklungs-Zeit. Die Dicke der "Stäbe"
  auf der Tafel betrugen ca. 8 mm, u.a. ein silbergraues eloxiertes ALU-
  Rohr. Das Foto muß bei Streulicht entstehen. Also kein Sonnenlicht.
  In einem Dia-Rähmchen sieht man in der Mitte die Neagtiv-
  Abbildung dieser Tafel, die "Stäbe" haben jetzt eine Breite
  von ca. 0.1 mm und wegen der Farblängsfehlers des 50 mm
  Objektivs eine unscharfe Kante. Mit diesem Hilfsmittel lassen
  sich nicht nur obige "Polier-Sünden" des Optikers nachweisen,
  damit erkennt man die Fließrichtung derjenigen Schmidtplatten,
  die aus Floatglas hergestellt worden sind. Die Glattheit optischer
  Flächen wiederum beeinflussen erheblich die Steigerung des
  Kontrastes.
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