| Phasen Kontrast Mess-Verfahren optischer Flächen |
| In einer Kombination aus Foucault- und Draht-Test
ist es möglich, bei Newton Spiegeln feine Oberflächenstrukturen
zu erkennen, die weder mit dem Draht- noch mit dem Foucault-Test in dieser Deutlichkeit sichtbar werden. Selbst einzelne durch zuviel Druck verursachte Polierstriche, wie nachfolgendes Beispiel zeigt, werden bei diesem Verfahren deutlich sichtbar. Das Grundprinzip dieses Verfahrens besteht darin, daß in einer Autokollimations-Anordnung gegen einen Planspiegel ein Lichtspalt von 0.3 x 0.02 mm durch die Optik abgebildet wird auf einen transparenten Film- Negativ-Streifen. (TP 2415) Dieser Negativfilm hat eine schwarze ca. 0.1 mm dicke Linie, deren Kanten jedoch unscharf sind und die direkten Lichtstrahlen von der Optik abblendet. Über den unscharfen Rand entsteht offen- sichtlich ein kontrastverstärkendes Phasen-shifting. Die Herstellung dieses Negativ-Streifens wird weiter unten be- schrieben. Eine Beschreibung findet sich auch bei http://www.astrosurf.com/tests/test460/test460.htm#haut |
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Die
0.1 mm Linie unter dem Mikroskop!
Ein erstes Zufalls-Beispiel fand ich bei der Durchsicht tausender von Negativ-Filmen: mit dieser "unscharfen" Linie ließ sich der Kontrast erstaunlich steigern. Erste Negativ- Versuche mit einem Tamron-Zoom schlu- gen fehl: Die Kanten der 0.1 mm Linie war zu "scharf" und damit unbrauchbar. |
| Mit einem
50 mm Fotoobjektiv, das einen deutlichen Farblängsfehler be-
sitzt, wurden im Abstand von ca. 4 Meter ganze Serien von dieser Tafel auf einen TP 2415 Negativ-Film erstellt mit Variation von Bildschärfe, Belichtungs-Zeit und der Negativ-Entwicklungs-Zeit. Die Dicke der "Stäbe" auf der Tafel betrugen ca. 8 mm, u.a. ein silbergraues eloxiertes ALU- Rohr. Das Foto muß bei Streulicht entstehen. Also kein Sonnenlicht. |
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| In einem Dia-Rähmchen
sieht man in der Mitte die Neagtiv-
Abbildung dieser Tafel, die "Stäbe" haben jetzt eine Breite von ca. 0.1 mm und wegen der Farblängsfehlers des 50 mm Objektivs eine unscharfe Kante. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich nicht nur obige "Polier-Sünden" des Optikers nachweisen, damit erkennt man die Fließrichtung derjenigen Schmidtplatten, die aus Floatglas hergestellt worden sind. Die Glattheit optischer Flächen wiederum beeinflussen erheblich die Steigerung des Kontrastes. |
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