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Mit zwei grundsätzlichen
Meßanordnungen
lassen sich Astro-Optiken im Labor vermessen:
In Autokollimation,
also mit doppelter Meß-
genauigkeit gegen
einen hochgenauen Planspiegel.
Damit prüft man auf Unendlich bei doppeltem
Lichtweg. (Streifenabstand Lambda/2 wave)
In Kompensation
mit Hilfe eines Linsen-
Systems, besonders bei Parabol-
oder Hyperbol-
Spiegel, oder bei großen Durchmessern,
wenn
kein gleichgroßer Planspiegel
vorhanden ist. Hier
ist die Genauigkeit leider nur einfach, weshalb
hier besonders sorgfältig gemessen werden muß.
(Streifenabstand Lambda wave) |
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Phasenkontrastverstärkter
Oberflächentest
Dieser Test geht über die Empfindlichkeit eines
Foucault-Testes mit der Messerschneide weit
hinaus. Das Beispiel zeigt einen Newtonspiegel,
der Anfang 99 von Optik Cardoen, Puimichel,
retouchiert worden ist. In diesem Test sieht man
deutlich die Spuren der nachträglichen Politur
und wie genau die Retouche gelungen ist. Mit
diesem Test können Oberflächen-Strukturen
von Astro-Optiken sichtbar gemachtund
qualitativ miteinander
verglichen werden.
Bei Schmidtplatten läßt dieser Test Rückschlüsse
auf das verwendeten Glas zu. Bei Spiegelflächen
sollte man keine Strukturen sehen dürfen.
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Ronchigitter-Test
eignet sich sowohl am Himmel wie im Labor
zur exakten Bestimmung des Korrektions-
Zustandes, ob eine Parabel
beispielsweise zu
100% ausgeführt worden
ist. Besonders genau
in Autokollimation, wenn die
Linien intra- bzw.
extrafokal völlig identisch sind bei ca.10 Linien-
Paaren/mm. In Kompensation oder am
Himmel
muß sehr sorgfältig auf Abweichung gemessen
werden, weil Fehler nur bis max. L/4 PtV wave
sichtbar sind.
Als Lichtquelle dient ein 0.02 mm Pinhole oder
ein verstellbarer Lichtspalt. Zeigt bei Refraktor-
Optiken auch gut den Farblängsfehler.
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Foucault- oder Messerschneiden-Test
Den meisten Spiegelschleifern bestens bekannt,
zeigt dieser Test besonders in Autokollimation
als Nulltest die Flächentopografie,
Astigma-
tismus, abgesunkene Kante, Zonenfehler
usw.
leider aber nicht direkt quantifizierbar.
Dieser Test läßt auch Rückschlüsse
über den
Korrektur-Zustand einer Optik zu.
Als Lichtquelle dient entweder ein "Pinhole"
0.02 mm oder ein Lichtspalt (0.02 x 0.3 mm)
Dieser Test kann auch am Himmel durchgeführt
werden, jedoch nur mit einfacher
Genauigkeit. |
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Defokussierte Sternscheibchen
Ein einfacher Test der gleichermaßen am Himmel
wie im Labor zu realisieren ist. Dabei sollten die
Sternscheibchen innerhalb und
außerhalb vom
Fokus möglichst gleich
sein. Andernfall kann man
Rückschlüsse auf Öffnungsfehler, Justierfehler,
Astigmatismus-Fehler, Seeing-Einflüsse qualitativ
ziehen. Ein sehr empfindlicher Test, aber schwer
exakt zu quantifizieren.
Siehe auch "Star Testing Astronomical
Telescopes", Harold Richard Suiter, Willmann-
Bell, INC |